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Die Kunst der Arbeit mit Träumen besteht darin, die Inhalte der Traumbilder durch Fragen aufzunehmen und mit der Alltagserfahrung zu verknüpfen. Traumbilder können niemals verstanden werden ohne die Zusammenarbeit mit der Person, die sie geträumt hat.

Von der Kunst, die richtigen Fragen zu stellen

Um ein einfaches Beispiel zu nennen: Im Traum werden Sie von vielen Ameisen verfolgt. Die dazu passende Frage lautet: „Welche Verpflichtungen verfolgen Sie gegenwärtig?“ Die Person, die das geträumt hat, spürt dieser Frage nach und wird sich damit bisher unbewusster Abläufe klar. Anhand von Fragen wird also der seelische Prozess, der sich in den Traumbildern zeigt, genau nachvollzogen und damit bewusst erlebt und verstanden.

Was Ameisen mit Verpflichtungen zu tun haben
Ameisen organisieren sich ohne eine individuelle Dimension zu kennen oder auf sie Rücksicht zu nehmen. Allein der Erhalt des Kollektives und die dafür nötige Rollenerfüllung sind wichtig. Wird dieses Bild auf die menschliche Verhaltensweise übertragen, entsteht die Frage: „Wo ordne ich mich kollektiven Zielen total unter? Wo nehme ich mich selbst und meine Freiheit gar nicht mehr wahr?“

Träume überfordern nie
Träume haben die Eigenart, dass sie genau das zur Sprache bringen, was der träumenden Person deutlich werden soll, damit sie sich freier leben kann. Gerade wenn ein Traum sehr aufregende Bilder und unangenehme Gefühle erleben lässt, beinhaltet dieser Traum, entsprechend der Dramatik, alles, was für Bewältigung des zugrundeliegenden Problems notwendig ist.

Die Wirkung der Arbeit mit Träumen wird als gefühlvoll-verbindend, erleichternd bis belebend und nicht selten als humorvoll beschrieben. Die Arbeit mit Träumen hat therapeutische Wirkung.